Rot-grünes Selbstbewusstsein
Juso Hochschulgruppe Düsseldorf: rot-grüne Liste – dieser lange Name steht für eine soziale, demokratische und ökologische Orientierung – soweit der Wahl-Slogan. Doch was steht hinter diesem Slogan? Was fordert die Juso-Hochschulgruppe? An welchen Punkten möchten sie anknüpfen, wenn sie in der Wahl gut abschneiden?
Natürlich an ihren Erfolgen aus der letzten Wahlperiode! Neben der Einführung von zwei gebührenfreien Semestern haben sie unter anderem ein Veto-Recht bei der Entscheidung zur Vergabe der Studiengebühren erreichen können. In einem weiteren Beschluss konnte die Regierungskoalition erreichen, dass 60 Prozent (vorher 50 Prozent) der Studiengebühren direkt an die Fakultäten geht. Mit den vom AStA organisierten Bildungsstreikaktionen ist der AStA-Vorstand und 1. Vorsitzende der Juso-Hochschulgruppe Andreas Jentsch sehr zufrieden, der Bildungsstreik sei ein „überragender Erfolg“ gewesen. Auf diese und weitere erreichte Ziele ist die Juso Hochschulgruppe sehr stolz.
Auf die Frage, was die Liste als allererstes anpacken möchte, wenn sie denn wieder in der Regierung mitmischt, weiß Andreas Jentsch nicht sofort Antwort – zu viele Projekte und Ideen schwirren ihm im Kopf herum. Da greift er sicherheitshalber noch mal nach seinem eigenen Flyer. „Ach genau, das Treffen mit der Rheinbahn steht an“, erinnert er sich. „Wir fordern, dass die Verkehrsanbindung an die Uni verbessert wird und dass in kleineren Abständen Bahnen fahren.“
Die Jusogruppe möchte außerdem die Öffnungszeiten des Prüfungsamtes verlängern und einen einheitlichen Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte einführen, um damit für mehr Gleichberechtigung zu sorgen.
Wichtig ist den Jusos auch der Erhalt des Hochschulradios, da es „absolut wichtig für Studenten ist und ihnen professionelles Arbeiten ermöglicht“, so Jentsch.
Weiterhin möchte sich die Liste für ein gerechtes Bafög einsetzen, das viel mehr Studenten zugänglich gemacht werden soll. Allerdings liegt die Bafög-Entscheidung auf Bundesebene, was die Einflussmöglichkeiten deutlich erschwert.
Andreas schätzt die Chancen, wieder in der Regierung mitmischen zu können, relativ hoch ein. „Wir haben große hochschulpolitische Erfahrungen, auf die wir zurückgreifen können“, erklärt er. Außerdem seien sie eine Liste, die mit vielen anderen eine Koalition bilden könne.
Internetseite der Juso Hochschulgruppe: http://hsg.nrwkraft.de


Joa… Den Flyer habt ihr jetzt schön wieder gegeben…zeigt immerhin, dass ihr lesen könnt. Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Kritische Außeinandersetzung mit den Inhalten. Zum Beispiel ist und war auch nie das Hochschulradio zu keiner Zeit in Gefahr. Außerdem hat der AStA keinen wirklichen Einfluss auf: 1. das Hochschulradio, 2. die Rheinbahn und die Taktung der Busse und Bahnen (außer einem “Wir hätten gerne…”), 3. die Bundesregierung (ja, das habt ihr drin. Pluspunkt für Euch). Außerdem schmücken sich die Jusos hier auch mal wieder mit fremden Federn, da die Juso-HSG weder alleine noch mit einer Mehrheit in den Gremien, wie Senat und Fakultätsrat gesessen hat. Nein, die Hauptarbeit haben sogar die anderen studentischen Vertreter in den Gremien gemacht, während die Jusos, de facto also Andreas Jentsch, erst dazu stieß, wenn Projekte kurz vor dem Abschluss standen und die Lorbeeren eingeheimst hat. Also beim nächsten Mal bitte etwas mehr Recherche und Kritik und nicht nur Zitate.
Hi M,
ich unterstütze deine meisten Kritikpunkte. Aber zur Sachinformation zu Punkt 1 und 2:
1. Inhaltlich ist das Hochschulradio Gott-sei-dank unabhängig. Finanziell ist es eine Ausgründung von Studentenwerk und AStA und braucht immer wieder Unterstützung. Wenn du genaue Zahlen haben willst, dann meld dich einfach bei mir oder beim wem kompetenten im AStA. (In Gefahr ist das Hochschulradio natürlich nicht.)
2. Der AStA hat einen Einfluss auf die Rheinbahn, wenn er sich darum kümmert. Natürlich muss man nett bitten, aber dann arbeiten die auch mit einem Zusammen. Darüber hinaus bekommt die Rheinbahn jedes Jahr 3 Millionen Euro direkt über den AStA.
Besten Gruß Hanno